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Aus dem tiefen Verständnis, dass wir mit allem verbunden sind und in allem alles sein darf, stellt sich unweigerlich die Frage: Welche Bedeutung hat dann das Schreiben?

Will ich Aufmerksamkeit erregen, und wenn ja – wofür? Will ich etwas sagen, das längst gesagt ist, oder will ich etwas zeigen, das einzig ist, das „Lila“ – das Spiel der Schöpfung –, wie es in der indischen Tradition genannt wird? Etwas, das aus der Quelle strömt, individuell, unverwechselbar, und doch nichts anderes als ein Ausdruck des Göttlichen selbst ist? Vielleicht will die Quelle sich nur darin erkennen, sich selbst in meiner Einzigartigkeit wiederfinden.

Und so frage ich mich: Wozu schreibe ich überhaupt? Ist es eine Erinnerung daran, wer ich – tief verborgen – wirklich bin, und wer Du, wer wir sind? Oder ist es nur Kopfsache, ein Spiel der Phantasie?

Wenn ich innehalte, in einem Feld der Wachheit eintauche, dann beginnt etwas zu schreiben, das nicht ich im üblichen Sinn bin. Etwas, das sich ausdrückt in Worten, in Zeichen, in Zusammenhängen, die über das Gewohnte hinausweisen. Ich erinnere mich an eine Erfahrung, die mich tief berührt hat: Damals, als ich die Trainingsbücher meiner Lehrerin Rannette Nicholas kopierte, konnte ich beim Abschreiben lesen – und was ich las, ging sofort durch alle meine Filter, die Urteile, die Muster, durch die ich die Welt normalerweise sehe. Es war, als wären sie gar nicht da; die Worte trafen direkt das, was wir Herz nennen. Sanft, aber tief, erinnerte es mich an mein höheres Selbst, an das, was jenseits von Namen und Formen existiert.

Vielleicht ist Schreiben also nichts anderes als ein Öffnen. Ein Öffnen für das, was bereits da ist, und gleichzeitig ein Spiegel dessen, was nur durch uns hindurch sichtbar wird. Worte, die zugleich individuell und universell sind, fließen aus der Stille, und in dieser Stille erkennen wir uns selbst – ein bisschen mehr, ein wenig klarer, ein wenig mehr verbunden.

Und vielleicht – nur vielleicht – ist das Schreiben zwischen den Welten genau das: eine Einladung, sich selbst und die Welt als ein untrennbares Ganzes zu erfahren, nicht durch Absicht oder Willen, sondern durch das einfache, liebevolle Zulassen, dass sich das Göttliche in uns ausdrückt.

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Tag(s) : #Bewusstsein & Kreativität, #Achtsamkeit, #Bewusstsein, #Inspiration, #Integral, #Kolumne, #Paradigmawechsel, #Selbsterkenntnis, #Spiritualiaet, #Veraenderung, #innerLeadership, #innerer Wandel, #integrales Bewusstsein
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